Fotos:
Oben Links: mit meinen Sportkumpels Andreas und Christian
Restlichen Fotos: 150 m vor dem Ziel - endlich geschafft.
Endlich ist es geschafft - was ist in den letzten Wochen so alles passiert?
Neufeld als letzter Test ging super und ich konnte meine Vorjahreszeit um 13 Minuten verbessern. Fühl mich insbesondere beim Radfahren und Laufen einfach wohl - heuer hatte ich noch nie Krämpfe in einem Wettkampf - das Kombitraining zahlt sich einfach aus. Hab heuer bis auf zwei mal an sämtliche Radeinheiten einen zumindest 1/2 stündigen Lauf drangehängt.
Anfang Juli gings dann für eine Woche nach Badhofgastein zum Wanderurlaub. Und mir fällt nichts besseres ein, als mich gleich am zweiten Tag ordentlich zu verkühlen - und diese verdammte Erkältung will einfach nicht weggehen.
Am Montag vor dem Ironman besuche ich meinen Hausarzt Christian Hess und nach einem positiv verlaufenen Lungenfunktionstest und Beratung wie ich mich ohne Doping fit machen kann, vereinbaren wir den Donnerstag als Entscheidungstag für die Startfreigabe.
Jeden Tag trinke ich zumindest 1,5 l Ingwertee, inhaliere zweimal täglich und halte mich von Milchprodukten fern. Und tatsächlich erhalte ich am Donnerstag das Go für Kärnten - kein Entzündungswert mehr im Körper und vom Husten ist auch nur mehr ein leichter Reiz übrig. Danke nochmals an Christian Hess der mich auch mit seiner Zuversicht mental gestärkt hat.
Am Donnerstag besuche ich noch meinen Mentalcoach der mich nochmals ordentlich auflädt. Mit ein paar Ratschlägen für das Rennen blicke ich nun dem Sonntag mehr als optimistisch entgegen. Wer mich schon länger kennt weiss, dass ich vor großen Wettkämpfen extrem nervös werde - dank Laszlo bekam ich dieses Problem endlich in den Griff.
Jetzt gehts ab nach Kärnten - meine Familie begleitet mich und wir verbringen in Reifnitz eines der schönsten Wochenenden meiner Sportlerlaufbahn.
Am Samstag beim RadcheckInn wird mir erstmals so richtig bewusst dass es endlich losgeht.
Entscheide mich trotz schlechter Wettervorschau nur für eine Minimalausstattung in den Wechselsäcken.
Gut gestärkt mit einer Portion Pasta gehts um 22:30 ins Bett - und nun geht die Nervosität doch los. Im Stundentakt besuche ich die Toilette. Kann einfach nicht ruhig schlafen. Endlich um 4:40 läutet der Wecker, richte mir mein obligates Wettkampffrühstück (Honigsemmel mal zwei), fülle meine Trinkflaschen und zische los nach Klagenfurt. In der Wechselzone wird das Rad nochmals gecheckt und dann ab ins Strandbad zur Startvorbereitung.
Gehe mit meinem Kumpel Andi zum Schwimmstart und ehe wir noch im Wasser sind, fällt der Startschuss - als schlechte Schwimmer gehen wir es nach einem letzten Handshake langsam an. Diesmal habe ich mit der Orientierung keine Probleme und als ich den Lendkanal erreiche fühl ich mich mal so richtig wohl und sicher. Nach 1:32:30 steige ich aus dem Wasser und freu mich aufs Radln. Die erste Runde geht recht flott aber in der zweiten erwischt mich so wie Birgit das Gewitter am Rupertiberg - auf den Bergabstrecken heisst es nun vorsichtig agieren - will ja ins Ziel kommen und nicht von meiner Familie im Spital abgeholt werden.
Nach einer Radzeit von 6:02 gehts zum zweiten Wechsel. Hab mir noch am Donnerstag von Brettl Helmut(Runfitfun Laufshop Frauenkirchen) die CEP Stutzen geholt. Im Unterschied zu den anderen Marken kann man diese auch im Wettkampf ganz flott anziehen und ein Marathon ohne Krämpfe spricht für sich.
Bin den Marathon etwas zu schnell angegangen und hatte auf der zweiten Runde beim Zurücklaufen aus Krumpendorf richtig Probleme - 11km vor dem Ziel treffe ich meine Frau und schaffe es wieder mich zu motivieren. Die letzten 10km gehen nun richtig locker von der Hand und nach 11:49:03 laufe ich durchs Ziel.
Wollte nun eigentlich auf Birgit warten - aber mein Magen spielt nicht mit und ich lege mich für 20 Minuten zu den Sanis. Hab zwar nichts gebraucht aber fühlte mich dort einfach wohler und konnte mich rasch erholen.
Bedanken möchte ich mich insbesondere bei Andi Kalamar von r1cycles(Donnerskirchen - http://www.r1cycles.at/) der mir mein Rad auf Vordermann gebracht hat und eine perfekte Abstimmung für die Aeroposition vornahm.
Aber auch meiner Frau gebührt großer Dank - ist nicht selbstverständlich, dass einem entsprechende Trainingszeit zugestanden wird und auch rund um den Wettkampf alles mögliche abgenommen wird - Danke.
Fürs nächste Jahr lasse ich Kärnten mal bleiben - werde unten wieder mitarbeiten und für 2010 möchte ich mit ein paar Kumpels in Frankfurt starten.
Freue mich nun jedenfalls auf Pöttsching und einen intensiven Laufherbst.
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